#1 RE: Jacques Loussier Trio von Jee 28.11.2004 12:04

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Die Fans folgten ihrem Meister auch, als Loussier 1997 zum erstenMal die Bearbeitung von Vivaldis "Vier Jahreszeiten" öffentlich vorstellte. Laut Loussier eine von 350 Bearbeitungen. Puristen kritisierten den Traditionsbruch, Loussier verkaufte 100.000 CD´s binnen eines Jahres. Ein Kritiker urteilte mit einem Seitenhieb auf Nigel Kennedy, "Play Bach" spiele das Stück spannender, vitaler, lustvoller als alle selbsternannten Punk-Geiger zusammen. Nach Vivaldi überraschte Loussier 1998 mit der Einspielung "Play Satie", in den USA und Großbritannien in den Charts. Ähnlich groß war der Erfolg, als im Juni 1999 seine CD mit Ravels "Bolero" und eine Loussier-Komposition zu Monets Gemälde "Nymphées" erschien. Auch als Komponist ist Loussier weiter aktiv, eine Sinfonie, die lateinische Messe "Lumiéres oder das Klavierkonzert "Playade" gehören zu seinen Werken. 1989 zum 200. Jahrestag der französischen Revolution schrieb Loussiers im Auftrag der Regierung eine Ballett-Musik. Rund 100 Filmmusiken komponierte er.




Vivaldis "Vier Jahreszeiten" sind im Orginal ein musikalisches Ereignis. Es konnte diesem klassischen "Highlight" nichts besseres passieren, als die Interpretation durch Loussier.
Nur Loussier's Arrangement kann das Original noch toppen. Eine hervorragende Einspielung mit vollem Loussiers "Taste". Die Jahreszeiten werden von ihm neu interpretiert und gewinnt mit modernem Glanz und Ausdruck.




Mit diesem Projekt geht Loussier neue Wege: Die Gymnopédien und Gnossienes des französischen Komponisten (und damit Loussier-Landsmannes) Erik Satie sind keine Barockmusik, sondern Klavierstücke unseres Jahrhunderts, die bereits mehrmals Einzug in Soundtracks gefunden haben und durch ihre klare und gleichzeitig meditative Sprache ganz neue Anforderungen an das Jacques Loussier Trio stellen - und ein neues Kapitel in seinem Werk aufschlage.

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