#1 RE: Kurzgedicht(151) von Nannophilius 24.11.2003 10:32

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445. Nachts zirpen Grillen.
Herbst in leiser Hörweite
bringt Reife, Ruhe.


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446. Der hohe Himmel
kündigt Jahreswechsel an.
Natur pulst ruhig.


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447. Auf der Strohmatte
dorren Paprikaschoten
runzlig, sich krümmend.






Seoul, den 23. November 2003

#2 RE: Kurzgedicht(151) von Jee 24.11.2003 19:16

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Zitat
Gepostet von Nannophilius

Natur pulst ruhig.
bringt Reife, Ruhe.
runzlig, sich krümmend.




entschuldige, lieber Hungki, wenn ich mich an deinen Haikus vergreife, aber mir schossen diese drei zeilen im verbund in die augen...
wir sehnen uns alle nach ruhig pulsendem leben nach hektischer zeit. unsere moderne gesellschaft verlangt aber von uns, dass wir stets geschäftig durchs leben gehen. und wenn wir den zustand von reife und ruhe mal erreichen, dann werden wir runzlig und krümmen uns...

#3 RE: Kurzgedicht(151) von Nannophilius 25.11.2003 03:51

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Lieber Jürgen

Deine Aufstellung dieser drei Zeilen ist recht eindrucksvoll und trifft in Bezug auf unser Leben den Nagel auf den Kopf.
Allenthalben achtet man meistens die runzligen, krummen, jedoch reifen Früchte nicht und lässt sie im Keller, Speicher einfach liegen.
Mit freundlichen Grü©¬en

Seoul, den 25. November 2003

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